Geld stinkt nicht!

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Geld stinkt nicht, ist nur eines von vielen Sprichwörtern über Geld. Ein Zitat des Geldes, dass mir besonders gut gefällt und in diesem Artikel nicht Sprich-, sondern nur Wörtlich genommen werden sollte, ist, Geld kann man nicht essen. Wer es trotzdem versucht, wird mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht nur von dem geschmacklichen Erlebnis masslos enttäuscht sein, sondern auch mit höchster Wahrscheinlichkeit, an einer der dreitausend Krankheiten und Seuchen, die sich auf Geldscheinen tummeln, wie jüngst eine amerikanische Studie herausgebracht hatte, zugrunde gehen.

Es ist ja nicht so, dass ich hier etwas Neues erzähle. Schon meine Grosseltern habe mir, als klein Christobal mal ausprobieren wollte, wie viele Geldstücke aus dem Sparschwein in seinem Mund Platz haben, gesagt, dass ich das bitte nicht tun solle, da Geld schmutzig sei und man nicht wisse, wer die Münzen schon alles in seinen ungewaschenen Pfoten gehalten habe.
Bis zu einem gewissen Grad und als mittlerweile erwachsener Mensch, der sein Interesse daran verloren hat, sich Geld in den Mund zu stopfen, kann ich mir heute einigermassen gut vorstellen, wer den Geldschein in meiner Brieftasche, alles in den Händen hatte; und ich bin mir mittlerweile auch durchaus bewusst, dass sich nicht jeder auf dem Klo die Hände gewaschen hat, bevor er in einem Geschäft, im Restaurant, oder bei der Tankstelle, einen Geldschein anfasst und um damit zu bezahlen. Aber um ehrlich zu sein, habe ich mir bis zu diesem Artikel nie allzu viele Gedanken über den Dreck auf Banknoten gemacht und eigentlich ist es nur einem Wunder zu verdanken, dass ich meine Kindheit so gut überstanden habe.

Laut der amerikanischen Studie, die sich übrigens nur auf Dollar Scheine beschränkt, finden sich, wie man auch ohne durch ein hochauflösendes Mikroskop zu schauen vermutet kann, nebst Fäkalbakterien, Erreger für Lungenentzündungen, Magengeschwüre, Milzbrand und vieles Schreckliches mehr. Was aber meine Vorstellungskraft ein klein wenig aus ihrer globalen Umlaufbahn geworfen hat, war der Bericht, dass die amerikanischen Wissenschaftler, neben den über dreitausend Viren und Bakterien, auch Spuren von genetischem Erbgut von Breitmaulnashörnern gefunden haben.
Wie auch immer, in Zarkons Namen, das genetische Erbgut der Nashörner auf die Dollarscheine gekommen ist, kommt die Studie aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Vielleicht ist es ja den Wissenschaftlern eines Tages möglich, das vom aussterben bedrohte Breitmaulnashorn aus einer Dollarnote zu klonen und so für die Nachwelt zu erhalten.
Ich für meinen Teil bin froh, dass nebst den ganzen Bakterien und Krankheiten auf den Geldscheinen, wenigstens das genetische Erbgut der Nashörner nicht ansteckend ist und das man nicht während eines Amerikaurlaubes noch riskieren muss, dass einem plötzlich ein Horn statt der Nase aus dem Kopf wächst, da ich auch schon so über einen recht grossen Zinken verfüge.

Bereits in früheren Studien, als noch kein Nashornblut an den Geldscheinen klebte, wurde festgestellt, dass unser Geld bedenklich verschmutzt und verseucht ist – und wie sollte es anders sein, ist der Schweizer Franken eine der schmutzigsten Währungen überhaupt; weit vor dem Euro, und dem nashornverseuchten Dollar. Das kommt, wie vielleicht einige zu Unrecht vermuten, nicht daher, dass in der Schweiz besonders viele Schmutzgeschäfte abgeschlossen werden, sondern vielmehr aus der Zusammensetzung des Papiers, aus dem die Geldscheine gemacht sind.
Interessanter Weise sind Banknoten, die einen hohen Anteil synthetische Polymere (Kunststoffe) enthalten, weitaus bessere Nährböden für Bakterien und Viren, als solche, die hauptsächlich aus Baumwollfasern hergestellt wurden. So ist zum Beispiel die indische Rupie um einiges weniger belastet, als der Schweizer Franken, oder sogar als der Dollar. Obwohl ich mir da bei den hygienischen Verhältnissen indischer Banknoten nicht so sicher bin – belegen es halt so die Wissenschaftler mit ihren Studien – und was weiss ich schon von Indien.

Diejenigen die jetzt denken, weil sie alles nur noch mit der Kreditkarte bezahlen und damit das Gefühl haben, dass sie sich damit auf der sicheren Seite befinden, kann ich nur sagen, dass bereits Studien über die Verseuchung auf Tasten von Geldautomaten und Kreditkartenterminals veröffentlicht wurden, und diese insgesamt so unappetitlich abgeschnitten haben, dass ich hier gar nicht näher darauf eingehen möchte.
Wie auch immer, um schlussendlich die Frage, ob Geld stinkt, zu beantworten, habe ich natürlich bevor ich diesen Artikel geschrieben habe, an einem Geldschein, natürlich Schweizer Franken, gerochen und mir im Handumdrehen ein Rhinovirus (nicht Rhinozeros Virus), oder umgangssprachlich ausgedrückt, einen Schnupfen eingefangen. – Gestunken hat er aber nicht.

Walfisch Sushi

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Hallo liebe Freunde des Walfleisch Sushis! Dieses Wochenende ist es wieder soweit, am 26. April läuft die Japanische Walfangflotte aus. Unter den Deckmantel der Wissenschaft, trotz Verbot im Südpazifik, ausweichend in den Nordpazifik, wird wieder fleissig für Nachschub an Walfleisch gesorgt. Ein gar lecker Gemetzel, wer schon einmal Bilder vom Walfang gesehen hat, wenn es ca. 800 Meeressäugern an den Kragen geht. Als Frischfleisch, Konserve, oder gefroren, wird das Walfleisch, wenn die Wissenschaft erst einmal durch ist, an Japans Fischtheken und sogar in Schulkantinen angeboten und das, wie ich gelesen habe, obwohl die meisten japanischen Kids, auf ihrem Teller den Wal wie ungeliebten Rosenkohl zur Seite stossen. Tatsache ist, dass die meisten Japaner kein Walfleisch mögen und dass die Japaner erst durch die Hungersnöte im zweiten Weltkrieg angefangen haben, Walfisch zu essen.
Trotz der geringen Nachfrage und dem Verbot Wale zu jagen, beharrt die japanische Regierung auch weiterhin darauf, natürlich rein wissenschaftlich, jährlich 800 Wale abschlachten zu dürfen – egal – und wenn er danach – ganz wissenschaftlich – in den Kühlregalen vor sich hin gammelt und ihn keiner essen will. Aber nichts desto trotz, wie bei jeder Schweinerei, kommt es auch hier noch besser.
Tatsächlich erforschen einige japanische Wissenschaftler, wie sie die Walbestände in den Weltmeeren erhöhen könnten. Leider nicht um einige der bedrohten Walarten vor dem Aussterben zu bewahren, sondern lediglich nur um herauszufinden, wie die japanische Fischerei in Zukunft eine bessere Walfangquote erreichen kann. Als wären 800 Wale im Jahr für wissenschaftliche Zwecke nicht schon zuviel – und wie gesagt, obschon der grösste Teil der japanischen Bevölkerung kein Walfleisch mag. Ja genau – brrr – ganz schön bescheuert diese Japaner.

Bei den Recherchen zu meinem Artikel, hat sich folgende kleine Rangliste der grössten Schildbürgerstreiche der drei Walfangnationen abgezeichnet. Nebst Japan und Norwegen, auf Platz zwei und drei, steht Island für mich ganz eindeutig zuoberst auf dem Podest walmännischer Absurdität.
In Island werden seit 2009 pro Jahr an die 300 Wale abgeschlachtet um hernach das Fleisch, weil die inländische Nachfrage nach Walfleisch zu gering ist, hauptsächlich nach Japan zu exportieren. Wo, wie wir ja mittlerweile erfahren haben, der Markt für Walfleisch bereits übersättigt ist und in den Kühlräumen vergammelt. Gegen jede Vernunft und mit dem Wissen, dass mit Walfleischprodukten kaum Einnahmen zu erzielen sind, hält Island aber weiterhin an seinen Walfangquoten fest. So hat Island beschlossen bis 2019 jährlich 154 der seltenen Finnwale abzuschlachten; nach IWC wären 46 noch Arterhaltend.
Weil sich das isländische Walfleisch in den vergangenen Jahren immer schlechter exportieren liess, versuchen die Isländer nun das Walfleisch den Touristen in Gaststätten und Geschäften schmackhaft zu machen und für gutes Geld zu verkaufen. Von den über 100‘000 Touristen die Island jedes Jahr besuchen, kommen ca. 20‘000 eigens dafür um Wale zu beobachten und um wie des Schildbürgers Dummheit zu beweisen, sollen jetzt diese Touristen das Walfleisch essen, dass sie auf dem Meer nicht mehr Fotografieren konnten. Wenn sich da mal die Katze nicht in den eigenen Schwanz beisst.

Eine Studie von Greenpeace hatte vor ein paar Jahren ergeben, dass die Förderung und bereits eine leichte Anhebung von Touristen die Wale beobachten, weit mehr Einnahmen erbringen würde, als das mit dem Handel von Walfleisch möglich ist. Gerade Island, welches stark vom Tourismus abhängig ist, müsste sich gut überlegen, ob seine sture Haltung, eines Tages nicht nur die Wale ausbleiben, sondern auch die Touristen.

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Bon appétit à tout le monde!

Der Raucher – eine vom Aussterben bedrohte Art

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Jeder weiss, dass Rauchen schädlich ist und deshalb will ich hier erst gar nicht anfangen, die Gefahren des Tabakkonsums, für die eigene Gesundheit und der der anderen, die unser Gequalme ertragen müssen, aufzuzählen. Genauso wenig will ich in diesem Artikel eine Pro Qualm Kampagne starten. Erstens, weil es sowieso keine Argumente für das Rauchen gibt, und zweitens, möchte ich niemanden dazu verleiten, Rauch und Schadstoffe aus einem Papierröhrchen zu saugen. Ich möchte in meinem Blog vielmehr darauf hinweisen, dass wir Raucher heute, einer vom Aussterben bedrohten Spezies angehören. – Warum? Weil das Rauchen in der gegenwärtigen Gesellschaft einfach keinen Spass mehr macht! Und wenn das Leben keinen Spass mehr macht, kann man sich genauso gut hinlegen und aussterben.
Immer noch besser, als weiterhin die Schmach und all die Diskriminierungen zu ertragen, denen wir Raucher tagtäglich ausgesetzt sind und nebenbei noch für die ganzen Nichtraucher blechen, die wahrscheinlich alle das Rentenalter erleben werden.

Für alle Nichtraucher, die keine Ahnung vom beschwerlichen Alltag eines Rauchers in der heutigen Zeit haben, sei dieser hier kurz beschrieben. Und allen Rauchern, die sich immer noch stur gegen eine Entwöhnung sträuben, sei wieder einmal ins Gedächtnis gerufen, dass die Zeiten des unbeschwerten Tabakkonsums der Vergangenheit angehören und wir nach und nach zu Aussenseitern in der Gesellschaft geworden sind.

Das Rauchen zu Hause. Als Erstes musst du dich als Raucher entscheiden, ob du in deinen eigenen vier Wänden rauchen willst oder nicht. In vielen Fällen wird einem aber diese Entscheidung von seinem Ehepartner, Freund, oder Lebensgefährten abgenommen und er oder sie schickt dich nach draussen zum Rauchen. Das schlimmste am Rauchen im Freien ist nicht das Wetter, das dir spätestens im Herbst oder Winter die Freude am Rauchen vermiesen wird. Nein, das schlimmste ist, je nach Wohnlage, dass du draussen rumstehst, wie bestellt und nicht abgeholt und dich jeder dabei sieht, immer wieder, x-mal am Tag, bei jedem Wetter. Du bekommst eine vage Vermutung was deine Nachbarn über dich denken – und deine Vermutung ist richtig! – vermutlich bist du bescheuert.
Die Alternative in der Wohnung zu rauchen ist leider auch nicht besser. Deine Freunde oder Nachbarn werden dir aus Höflichkeit wahrscheinlich niemals sagen, dass es in deiner Wohnung stinkt und dass deine gelben Wände mittlerweile total aus der Mode gekommen sind. Sie kommen aus Höflichkeit auch nicht mehr zu Besuch, und verabreden sich lieber mit dir in einem Nichtraucherrestaurant – wenn sie überhaupt noch etwas mit einem Raucher und seinen nach Qualm stinkenden Klamotten, die auch total aus der Mode gekommen sind, zu tun haben wollen.

Rauchen am Arbeitsplatz. Rauchen am Arbeitsplatz gibt es nicht mehr! Diejenigen die früher noch an ihrem Arbeitsplatz rauchen durften, sind heute längst pensioniert – oder gestorben, wenn sie Raucher waren.
Im besten Fall darf man, in einer den Rauchern gegenüber toleranten Firma, in den Arbeitspausen nach draussen eine rauchen gehen; und damit macht ihr Euch – wenn ihr es noch nicht wissen solltet – zum Mittelpunkt der Belegschaft. Nicht etwa, weil euch eure Arbeitskollegen als Raucher so gut leiden können, sonder weil ihr immer eine Minute später aus der Pause zurück kommt als der Rest der Belegschaft. Was zwangsläufig dazu führen wird, dass alle das Rauchen aufgeben, um sich bei den anderen Mitarbeitern nicht noch unbeliebter zu machen, und du schon bald der Letzte sein wirst, der in der Firma noch raucht.
Wenn du dir das Rauchen in den Pausen verkneifen kannst, um nicht endgültig von der nichtrauchenden Belegschaft als rauchendes Fossil, ausgestopft und verstossen zu werden, dann komme ja nicht auf die Idee, zwischendurch mal Eine auf dem Klo zu rauchen. – NIE! NEVER! NJET! GEHT GAR NICHT! –
Wenn Nichtraucher etwas auf‘s Blut nicht ausstehen können, ist das der Geruch von Zigarettenqualm auf der Toilette. Selbst auf den kleinsten Hauch von Rauch, bei weit geöffneten Toilettenfenstern und für unser eins nicht mehr wahrnehmbar, reagieren sie äusserst allergisch und machen einen riesen Aufstand. Ein Nichtraucher zieht sich lieber hundert kalte Fürze auf der Toilette durch die Nase als deine Qualmerei auf dem Klo zu ertragen. Keine Chance Amigo, und sie wissen sofort, dass du es warst der auf der Toilette geraucht hat, und du kannst gewiss sein, dass die Inquisition der radikalen Nichtraucherfront auf dich wartet.
Vielleicht hast du Glück und du bist dein eigener Chef. Du kannst tun und lassen was du willst, oder du hast dich ganz einfach dazu entschlossen, das Leben eines Einzelgängers, in einer Gesellschaft, die sich dazu verschworen hat, dir das Leben so schwer wie möglich zu machen, als gäbe es keine grösseren Probleme auf dieser Welt mehr zu lösen, zu führen und du rauchst, trotz aller Schmähungen und Demütigungen, genüsslich weiter. Damit machst du dich aber nicht nur zu einer aussterbenden Gattung, sondern auch zu einer sehr einsamen, weil wie gesagt, eine aussterbende Gattung früher oder später eben ziemlich alleine dasteht.

Rauchen in der Öffentlichkeit. Wenn du in der Öffentlichkeit rauchst, bist du ein Exot – ob du willst oder nicht – und du gehörst in den Zoo; zu deinem Schutz und dem der anderen – der nichtrauchenden Bevölkerung.
Nicht alle Exoten sind beliebt. – Und wenn du es noch nicht begriffen hast, besonders nicht, wenn es sich um rauchende Exoten handelt. Das Rauchen selbst, sofern du in der Öffentlichkeit nicht in geschlossenen Räumen rauchst, ist in diesem Fall das kleinere Übel. Das Übel ist der soziale Zwang der Raucher, mit seinesgleichen im Freien kleine Gruppen zu bilden und sämtliche Durchgänge, Bürgersteige und Plätze vor Lokalen, Läden und Gaststätten zu verstopfen.
Zornerfüllt machen alle Passanten um deine Gruppe einen Bogen und weichen den Rauchwolken auf die Strasse aus, um sich bei dir, nicht versehentlich ein Lungenkarzinom durch Passivrauchen einzuhandeln. Dabei werden sie, weil sie in ihrer Wut vergessen auf die Strasse zu schauen, mit einer Wahrscheinlichkeit von 98%, von einem nichtrauchenden Radfahrer überfahren, der wie du, einer ungeliebten und vom aussterben bedrohten Spezies angehört, weil er sein Verhalten den ausweichenden Passanten gegenüber, partout nicht ändern will. Und die Schuld das so viele Nichtraucher jung und gesund sterben müssen, trägst allein du – du und deine Raucherfreunde, die sich vor den Kneipen und Geschäften die Beine in den Bauch stehen.
Wenn sich nach vorgerückter Stunde, die kleinen Gruppen auf den Gehsteigen langsam auflösen und du feststellst, dass die Kneipe, in der du den Abend mit deinen Freunden verbringen wolltest, bereits geschlossen ist, weil du den ganzen Abend auf der Strasse geraucht hast, und sich deine nichtrauchenden Freunde, die dich nur aus Höflichkeit mittgenommen haben, alle schon längst auf dem Nachhauseweg gemacht haben, wird dir klar, dass du zu einem lebenden Fossil geworden bist. Wie einsam dein Leben als Raucher geworden ist, und dass dein Dasein als Raucher überhaupt keinen Spass mehr macht. Dir wird klar, dass deine Zeit gekommen ist – die Zeit um auszusterben – oder wenigstens, um mit dem Rauchen aufzuhören.

P.S. Meine Zeit kommt übrigens am 10.Mai. Nach über dreissig Jahren habe ich genug geraucht und denke es ist Zeit damit aufzuhören.

Das Gripen Virus

Zur Zeit grassiert in den Reihen unserer Parlamentarier ein gar grässliches Virus; das Gripen Virus. Kurioser Weise wird die virale Ansteckung des Gripen, im Gegensatz zu der, wie zum Beispiel, Sommer Grippe, Chinesischen Grippe, Schweine- oder Vogelgrippe, von unserem Parlament und Bundesrat, insbesondere Bundesrat Ueli Maurer, der Bevölkerung dringenst empfohlen.

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Ihr wisst von welchem Virus hier die Rede ist? Von der Anschaffung 22 neuer Gripen Kampfjets, für die Schweizer Armee, über die schlussendlich die Schweizer Bevölkerung am 18.Mai zu entscheiden hat. Die pandemische Infizierung mit dem Gripen Virus, hat bereits das Schweizer Parlament und den Bundesrat niedergestreckt, worauf sich diese klar für den Kauf des Gripen ausgesprochen haben. Und jetzt soll es auch uns bald erreichen – das Gripen Virus. Zumindest, wenn Herrn Bundesrat Ueli Maurers Tagträume in Erfüllung gehen sollten.
Aber nicht mit uns! Noch sind wir gesund! Und im Übrigen, haben wir im Gegensatz zu den Gripen Befürwortern, die über zehn Milliarden Franken für ein überdimensioniertes Kampfflugzeug zum Fenster hinaus schleudern wollen, noch alle Tassen im Schrank. Wir lassen uns sicher nicht infizieren und und stimmen deshalb am 18.Mai mit NEIN.

Grundsätzlich stellen sich mir zu diesem Flugzeug, das angeblich so wichtig für die Sicherheit unseres Landes sein soll, zwei Fragen :
Wozu braucht die Schweizer Armee, für ein kleines Land wie die Schweiz, ein Flugzeug, das über 2000km/h schnell fliegen kann? Und wozu braucht die Schweizer Armee ein Flugzeug, das mit zehn Waffenplätzen für Bomben und Lenkwaffen bestückt ist?

Braucht es tatsächlich ein solches Waffenpotenzial? Wäre es nicht sinnvoller, wenn wir schon, im Namen der Sicherheit, aufrüsten müssen, sich ein paar gescheite Armeehubschrauber anzuschaffen? Die auch für zivile Zwecke, wie die Berg- und Katastrophenhilfe eingesetzt werden könnten, zudem viel weniger kosten würden und in unserem Land der Berge, erst noch überall starten und landen könnten.

Ein weiterer Dorn des Gripen, und ein weiterer guter Grund sich gegen die dessen Kauf zu entscheiden, sind die Sparpakete der Kantone. Es kann nicht sein, dass die Kantone auf Kosten unserer Kinder, an Schule und Bildung Einsparungen machen werden und der Bund auf der anderen Seite, Steuermilliarden für Militärflugzeuge verpulvert.
Wir haben keinen Krieg und brauchen keinen Hochleistungsflieger um unser Land zu beschützen. Wir haben aber Kinder, die zur Schule gehen – und Bildung ist der Rohstoff in diesem kleinen Land. Unsere Kinder sind unsere Zukunft!

Hurra, hurra, der Frühling ist da!

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Was für ein Frühling! Nach diesen schönen Tagen und ganz besonders nach diesem fantastischen Wochenende, kann man sagen, der Frühling lässt sich heuer gut an.
Die angenehmen Temperaturen ziehen einem nach draussen, ins Freie und laden einem ein, zu ausgedehnten Spaziergängen in der Natur, wo alles wieder zum Leben erwacht und die ersten Frühlingsboten mit ihren bunten Farben das trübe Grau des Winters vertreiben.

Für mich ist der Frühling eindeutig die schönste Jahreszeit. Alles geht ein bisschen leichter und manch zynischer Gedanke verfliegt in diesen sonnigen Tagen. Es stellt sich die Zuversicht ein, dass man sogar mit einem Cartoon etwas bewirken kann. Vielleicht ist es wie mit dem Flügelschlag des Schmetterlings, der auf der gegenüberliegenden Seite des Erdballs einen Tornado auslösen kann. Der Frühling ist in der Natur die Zeit der Erneuerung und für mich ist es die Zeit der Hoffnung, dass sich auf dieser Welt auch sonst so einiges erneuern, oder zumindest bessern wird.
In diesen wunderschönen Frühlingstagen gerate ich sogar in Versuchung, ein paar Misereren mit Humor zu ertragen, und für einige meiner Mitmenschen, die ich normalerweise nur mit Verachtung strafe, eine Art Mitgefühl zu entwickeln. Gemeint sind die Banker; die wahren fleissigen Bienen in unserem Land. Haben sie sich nach den hervorragenden Prognosen vom letzten Jahr, doch auf ein einträgliches 2014, in dem der Nektar nur so fliesst, gefreut, wird ihnen das Leben nur mehr schwer gemacht. Bussen schneien ins Haus, das Bankgeheimnis wird nach und nach aufgeweicht und die WEKO schnüffelt in den Devisengeschäften herum. Die armen Banken haben es wirklich nicht leicht. Aber ich weiss, unbeirrt, trotz allen Schwierigkeiten und wie die fleissigen Bienen, werden die Banken sich zu helfen wissen und schauen, dass der Honig auch dieses Jahr reichlich fliessen wird. Denn kein Ding auf dieser Welt, erzeugt für so viele Menschen so viel Antrieb und Motivation wie Geld.

Obwohl Geld für mich nur ein notwendiges Übel ist, finde ich, können wir von den Bankern so einiges lernen :
Immer schön das Ziel vor Augen halten, auch wenn uns eine steife Briese um die Ohren pfeift.

In diesem Sinne, geniesst die schönen Frühlingstage und seid fleissig – auch wenn ihr keine Banker seid.

Taxas da recepziun per radio e televisiun

(Radio- und Fernsehempfangsgebühren auf Rätoromanisch)

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Eigentlich hätte ich nach dem wunderschönen Frühlingsanfang, gerne einen Artikel über das Schweizer Frühlingserwachen geschrieben. Doch weil die Schneefallgrenze dieses Wochenende wieder auf siebenhundert Meter gefallen ist und viele von uns die feuchtkalten Tage vor dem Fernseher verbringen, schreibe ich lieber ein paar Gedanken zu der Teilrevision des Radio- und Fernsehgesetzes, die am 12. März vom Nationalrat angenommen wurde und über die der Ständerat jetzt weiter zu entscheiden hat.

Auch wenn das Geschäft jetzt beim Ständerat liegt, wird es wohl oder übel so kommen, dass wir in Zukunft, bis auf ein paar Ausnahmen, alle Radio- und Fernsehgebühren werden zahlen müssen. Der Grund ist, dass wir heute eben nicht mehr nur über Radio- und Fernsehgeräte die Sender empfangen, sondern auch über Computer, Tablets oder Smartphones. Das heisst, dass man davon ausgehen kann, dass heute jeder ein empfangsfähiges Gerät bei sich zu Hause hat, und deshalb auch jeder dafür Gebühren bezahlen muss. Mit anderen Worten bedeutet das für einen überzeugten Nichtfernsehgucker wie mich, dass ich schon bald etwas werde bezahlen müssen, was ich eigentlich nicht will.

Nun gut, als brave Schweizer bezahlen wir eine Menge von Dingen, die uns vielleicht als unnötig scheinen, die wir aber, weil es ja um die ganze Gesellschaft und um den Service Public aufrecht zu erhalten geht, trotzdem, und manchmal mit einigem Zähneknirschen, bezahlen.
Im Falle der Radio- und Fernsehgebühren, die ich als sehr hoch empfinde, drängen sich mir ein paar Fragen auf; und das nicht erst seit der geplanten Teilrevision des Radio- und Fernsehgesetzes :

  • Warum zum Henker müssen die Gebühren eigentlich so hoch sein?
  • Braucht es für die Gebührenabrechnung eine Billag, die den Zahler 55 Millionen Franken kostet?
  • Ist es nötig das die SRG 18 Radio- und 8 Fernsehsender betreibt?
  • Müssen diese Sender alle 24 Stunden am Tag laufen?
  • Sind Sendungen wie zum Beispiel Glanz und Gloria, Uri Schwyz und Untergang als Kulturbeitrag im Rahmen des Service Public zu betrachten?

Nach meiner Meinung ist das Angebot der Sender der SRG viel zu gross und was die Qualität der Sendeinhalte betrifft, wäre weniger sicher gleich viel. Unter Umständen wäre es für viele Hörer und Seherinnen sogar erfreulich, wenn die eine oder andere Sendung der Sparschere zum Opfer fallen würde und ich gehe mal davon aus, dass sich wegen tieferen Radio- und Fernsehgebühren keiner beschweren würde.
Da wir aber in einem Land der grassierenden Doppelbesteuerung, wie Autobahnvignetten, gebührenpflichtigen Kehrichtsäcken usw. leben, werde ich wohl oder übel auch diese Gebühr wieder mit Murren hinnehmen und bezahlen müssen. Ich habe mir überlegt, ob ich  nicht schon mal, rein prophylaktisch, ein GA für die Bahn kaufen soll; nur so für den Fall, wenn eines Tages die obligatorische Fahrkarte für die SBB, per Gesetz eingeführt werden sollte.